Aus unserer Reihe «Rencontres» – die Menschen hinter unseren Produkten.
Ein gutes Produkt ist nie nur ein Produkt. Es ist ein Mensch, eine Idee, eine Art zu arbeiten.
Als ich den Pastis Parisien von Maison Hamelle entdeckte, wollte ich mehr wissen, als das Etikett verrät – also bin ich nach Paris gefahren, dorthin, wo er entsteht.

Eine Manufaktur mitten in Paris
Maison Hamelle liegt im Viertel Charonne, im 11. Arrondissement. Gegründet wurde sie 2019 von Jérôme Hamelle, der aus Liebe zu den Spirituosen sein Berufsleben umkrempelte: Nach Jahren in Wirtschaft und Finanz beschloss er, alles auf eine Karte zu setzen und seiner Leidenschaft zu folgen. Herausgekommen ist der erste Pastis, der vollständig in Paris erdacht und hergestellt wird.

Ein Pastis ohne Zucker
Das Besondere merkt man schon beim ersten Schluck. Wo klassischer Pastis oft rund 80 Gramm Zucker pro Liter enthält, kommt der Pastis Parisien ganz ohne zugesetzten Zucker aus. Was bleibt, sind die Aromen selbst: dreizehn Pflanzen und Gewürze, Bio-Zutaten, ein weicher französischer Weizenalkohol.
Jede Pflanze wird einzeln mazeriert, um das Beste aus ihr herauszuholen; erst danach entsteht durch die Assemblage das fertige Bild. Ein ganzes Jahr Recherche, über zweihundert Pflanzen, achtzig Mazerationen und fünfzig Rezepte stecken darin, bevor eines übrig blieb. 2021 wurde der Pastis Parisien beim Salon Cocktail Spirits Paris in einer Blindverkostung zum «Best Pastis» gekürt – aber überzeugt hat mich nicht die Auszeichnung, sondern die Haltung dahinter.

Als alle heimgingen, ging er los
Jérôme erzählte mir auch von seinen Anfängen – und das ist die Geschichte, die mir geblieben ist. Seine ersten Flaschen kamen an genau dem Abend heraus, an dem 2020 die Bars und Restaurants schließen mussten. Die großen Händler schickten ihre Leute nach Hause, der Vertrieb lag still. Er selbst zog los und stellte seinen Pastis Tür für Tür in der Pariser Gastronomie vor – persönlich, von Tisch zu Tisch. Als die Händler zurückkamen, hatte er längst viele Herzen erobert.
Das ist für mich mehr als eine nette Anekdote. Es ist genau die Überzeugung, an die ich glaube: Nähe schlägt Apparat, der Mensch geht selbst hin.
Von der Theorie in die Praxis
Im Atelier erklärte Jérôme zunächst seine Vision und seine Arbeitsweise – viel Theorie, mit großer Großzügigkeit. Und dann durfte ich selbst ran: riechen, abmessen, zusammenstellen. Zwischen Wacholder, anis étoilé, Süßholz und Melisse versteht man schnell, wie viel Handwerk in einer einzigen Flasche steckt. Man schmeckt am Ende nicht nur einen Pastis – man schmeckt die Entscheidungen, die dahinterstehen.
Warum er bei uns steht
Genau deshalb hat der Pastis Parisien seinen Platz bei La Marchande gefunden. Hinter jedem Produkt, das wir führen, stehen ein Mensch, ein Terroir, ein Savoir-faire und eine Geschichte – und die erzählen wir gern weiter.
Kommen Sie vorbei. Wir lassen Sie gern probieren. Santé.
